Einsatzbericht – Such- und Rettungsaktion am Lachenkopf

Am Neujahrstag, 01.01.2026, wurden die Sondereinheiten der Bergrettung Reutte zur Unterstützung einer umfangreichen Such- und Rettungsaktion im Gemeindegebiet von Bach in Tirol angefordert. Seitens der Bergrettung Reutte kamen dabei 2 Hundeführer sowie 4 Drohnenpiloten zum Einsatz.

Ein 17-jähriger belgischer Staatsangehöriger war an diesem Tag zu einer Bergtour von Bach auf den Lachenkopf aufgebrochen und setzte seine Route anschließend in Richtung Bernhardseckhütte fort. Gegen 13:00 Uhr erreichte er den Gipfel. Im Bereich der Eggmähder zweigte der Wanderer in Richtung Tal ab und geriet aus bislang unbekannter Ursache vom markierten Weg ab. In weiterer Folge stürzte bzw. rutschte er über extrem steiles Gelände rund 140 Höhenmeter in das Modertal ab und kam verletzt im Bachbett zum Liegen.

Dabei zog er sich Verletzungen unbestimmten Grades am Knie sowie am Sprunggelenk zu und war nicht mehr in der Lage, sich selbst fortzubewegen. Um 15:40 Uhr setzte er einen Notruf ab, konnte jedoch der Leitstelle Tirol aufgrund ungenauer Angaben seinen Aufenthaltsort nicht exakt mitteilen. Zudem war sein Mobiltelefon nach dem Notruf nicht mehr erreichbar.

Daraufhin alarmierte die Leitstelle Tirol die Bergrettung Elbigenalp sowie die Alpinpolizei Reutte, welche umgehend eine Suchaktion einleiteten. Ab 16:30 Uhr wurde die Suche durch einen Hubschrauber des BMI unterstützt, der diese jedoch aufgrund der einbrechenden Dunkelheit gegen 17:30 Uhr abbrechen musste.

Im Anschluss wurde die Suche durch Drohnenmannschaften der Bergrettungen Ehrwald und Reutte fortgesetzt. Zusätzlich kamen Bergrettungshundeführer, ein Notarzthubschrauber (NAH) sowie ein weiterer Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Gegen 18:10 Uhr konnte der Vermisste schließlich durch den NAH lokalisiert werden. Der Verletzte wurde mittels Seilwinde geborgen und zur weiteren medizinischen Versorgung in das Bezirkskrankenhaus Reutte (BKH Reutte) geflogen.

Im Einsatz standen:

  • Bergrettung Elbigenalp mit 17 Personen

  • Bergrettung Reutte (2 Hundeführer, 4 Drohnenpiloten)

  • Bergrettung Ehrwald (3 Drohnenkräfte)

  • 5 Bergrettungshundeführer

  • 2 Polizeihubschrauber

  • 1 Notarzthubschrauber (NAH)

 

Quelle: Polizeimeldung der LPD Tirol