Neuschneemenge unterschätzt
Am 14.02.2026 wurden wir kurz vor 15:00 Uhr mit dem Einsatzstichwort „verstieg“ alarmiert. Einsatzort war der Bereich unterhalb der Lechaschauer Alpe. Zwei Personen befanden sich dort mit drei Hunden in einer Notlage.
Während es im Tal lediglich leicht regnete, herrschte auf Einsatzhöhe starker Schneefall mit erheblicher Neuschneemenge. Sieben Bergretter rückten daher mit Skitourenausrüstung aus. Mit der Hahnenkammbahn fuhren wir zur Bergstation und setzten den Weg von dort mit Tourenski in Richtung Lechaschauer Alpe fort.
Die beiden Personen waren mit ihren Hunden zu Fuß unterwegs gewesen und kamen im tiefen Schnee nicht mehr weiter. Die Schneelage wurde offensichtlich unterschätzt – das Vorankommen war extrem kräfteraubend, insbesondere auch für die kleineren Hunde, die im tiefen Schnee immer wieder einsanken und völlig erschöpft waren.
Wir konnten die stark entkräfteten Personen bei der Lechaschauer Alpe auffinden. Zunächst versuchten wir, mit den Tourenski eine Spur festzutreten, um ein Weiterkommen zu ermöglichen. Aufgrund der Erschöpfung der Betroffenen nahmen wir zusätzlich Kontakt mit der Bergbahn Hahnenkamm auf, deren Mitarbeiter uns mit einem Quad so weit wie möglich entgegenkamen. Die kleineren Hunde mussten von der Lechaschauer Alpe bis zum Fahrzeug getragen werden.
Bei unserer Ankunft am Quad war der reguläre Liftbetrieb bereits eingestellt. Die Mitarbeiter der Bergbahn warteten jedoch bereits mit einer Pistenraupe, um die beiden Personen samt Hunden sicher ins Tal zu transportieren.
Gegen 18:00 Uhr konnten wir der Leitstelle das Einsatzende melden und die wiederhergestellte Einsatzbereitschaft bekanntgeben.
Ein herzlicher Dank gilt den Mitarbeitern der Bergbahn für die hervorragende Zusammenarbeit
